CDU favorisiert Schulzentrum West

Hauptschule soll am Standort der Alten Mauritiusschule neu gebaut werden.

Ein Schulzentrum West mit Haupt- und Realschule ist nach Meinung der CDU-Fraktion die optimale Ergänzung zum Schulzentrum im Osten der Stadt mit Gesamtschule und Gymnasium. Damit ergibt sich im gegliederten Schulsystem eine gleichmäßige Verteilung der Schulen im Stadtgebiet. Gleichzeitig würde die Anne-Frank-Realschule gestärkt und aufge­wertet. Das gesamte Areal sollte unter Einbeziehung des Bestandsgebäudes der Realschule zukunftsweisend überplant werden.

Die CDU-Fraktion spricht sich für einen Architektenwettbewerb aus mit dem Ziel, für Schüler und Lehrer der Haupt- und Realschule einen Schulcampus zu entwickeln, auf dem die jewei­ligen Schulkonzepte optimal umgesetzt werden und es sich gut lernen und lehren lässt. Eine ideale Architektur/Innenarchitektur trägt entscheidend dazu bei. Dies belegen, so Ratsmitglied Tobias Goldbeck, mittlerweile mehrere Studien.

Dass sich die Verkehrssituation als besonderes Problem darstellt, glaubt die CDU-Fraktion nicht, zumal die neue Gesamtschülerzahl beider Schulen bei weitem nicht an die ehemaligen Spitzenwerte der Anne-Frank-Realschule heranreicht. Hier gab es schon mehr als 1.000 Schülerinnen und Schüler. Im Übrigen sei die Verkehrssituation am Schulzentrum Ost ein­schließlich des Pendelverkehrs zum Bahnhof nicht unproblematisch, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ulrike Sackarndt. Die Wilhelmstraße sei schon jetzt durch den Schulver­kehr stark belastet. Eine zusätzliche Buslinie über die Ledderstraße müsse zum Teil ebenso über die Wilhelmstraße geführt werden. Das sei wahrlich keine kostengünstigste Lösung.

Ein Neubau der Hauptschule am Standort der ehemaligen Tennishallen im südlichen Bereich des Freizeithofes Bögel-Windmeyer hätte zur Folge, dass das dortige Freizeitzeitgelände mit Kletterwald sowie das Quartier des Vereins zur Heimat- und Brauchtumspflege nicht weiterent­wickelt werden könnten. Im Übrigen wären die Baukosten an diesem Standort wegen des Neubaus einer weiteren Sporthalle erheblich höher.

Bei der Diskussion um den neuen Hauptschul-Standort verkennt die CDU nicht, dass zwei Ortsteile ihre weiterführenden Schulen verlieren. Für die Standorte Laggenbeck und Dicken­berg fordert die CDU den Bürgermeister auf, eine Quartiersentwicklung mit Bürgerbeteiligung auf den Weg zu bringen, um alternative Nutzungen zu entwickelt. Hier seien innovative Ideen und Konzepte gefragt. Es gebe, so Tobias Goldbeck, Beispiele von interessanten Wohnkonzepten in ehemaligen Schulen. Ein Abriss der Gebäude müsse also nicht unbedingt die erste Wahl sein.

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